Aktionen in der Stadt
Einer der wesentlichen Grundgedanken von "Konfetti im Kopf" ist es, möglichst vielen Menschen das Thema Demenz nahe zu bringen. Neben der zentralen Ausstellung am Pfefferberg und der unübersehbaren Präsenz am Hauptbahnhof und im Berliner Stadtbild bilden charmante, überraschende, kreative Aktionen in der Stadt das dritte Standbein der bunten Kampagne. Sie wurden kuratiert von Tarik Schubert, Büro für Feinkultur.
Ausblick
Die Theatergruppe Ikarus vom Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. beteiligt
sich mit Improvisationstheater im öffentlichen Raum an unserer bunten
Konfetti-Kampagne. An fünf belebten Orten (z.B. auf dem Potsdamer Platz oder
vor der Gedächtniskirche) überraschen und irritieren an die zehn engagierte
Laiendarstseller kaufrauschgesteuerte Passanten und Touristen aus aller Welt
mit ihrem provokanten Spiel zum Thema Demenz. Lachen, staunen, peinlich berührt sein - Schauspieler aus drei Generationen engagieren sich für unser wichtiges Anliegen. Im Anschluss an die Auftritte finden Flyer-Aktionen statt, für die wir noch Mitwirkende suchen.
Rückblick
Dienstag, 27. Oktober, 19 - 23 Uhr: Der Lichtkünstler Rudi Berr und die Tänzerinnen Rebekka Lemke und Dorothee Altgeld präsentierten am Abend eine Variation ihres international erfolgreichen "Blue light dancer"-Projektes an belebten und beliebten Orten im Zentrum Berlins wie dem Hackeschen Markt und dem Alexanderplatz. Die innovativ und höchst ästhetisch mit Lichtdiodenschnüren verkabelten Tänzerinnen interpretierten dabei eigens für die Konfetti-Kampagne das Thema Demenz mit den Ausdrucksmitteln des Tanzes.
Montag, 26. Oktober: Das historische Baerwaldbad in Kreuzberg war Ort einer ungewöhnlichen, sinnlichen Veranstaltung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen und Begleiter. Die wohlige Wärme des Wassers und das Gefühl der Schwerelosigkeit verschwammen bei Kerzenlicht mit ruhigen musikalischen Akzenten der international renommierten Harfinistin Nohra Pabon, die unter anderem am Königlichen Konservatorium in Madrid studierte, sowie einer literarischen Lesung der Schauspielerin Lilian Viegas von Andersens "Kleiner Meerjungfrau" zu einem atmosphärischen Ganzen.
Im Wasser waren wir Zeuge eines kleinen Wunders, als eine Bewohnerin der City-WG in Charlottenburg angesichts der besonderen Atmosphäre und laut ihrer Begleitperson zum ersten Mal seit ihrem Einzug vor vier Wochen lächelte.
Samstag, 24. Oktober: Die beiden Motorboote "Paul" und "Paula" von "M.S. Schiffskontor", zwei nostalgische Sloepen mit je 6,30 Meter Länge, schipperten mit großen Bildaufstellern von "Konfetti im Kopf" von morgens bis zum Einbruch der Dämmerung auf der Spree und den Kanälen im Zentrum Berlins auf und ab.
Samstag, 24. Oktober: Gemeinsam für Menschen mit Demenz in die Pedale traten Jung und Alt in einem rund 2 1/2-stündigen Korso mit rund 15 Tandem-Fahrrädern, darunter einigen Mitgliedern des integrativen Vereins Tandem-Hilfen e.V.. Jeder, der Lust hatte, war eingeladen, sich mit seinem Drahtesel anzuschließen. Start und Ziel der Tour durch das Herz Berlins war der Pfefferberg, wo das Feld um 15.30 Uhr, zum Ende der großen Eröffnungsfeier von "Konfetti im Kopf" eintraf, um vier Blumensträuße mit Vergißmeinnicht aus allen vier Himmelsrichtungen zu überreichen.
Freitag, 23. Oktober: Demenz geht uns alle an. Mit einer unwiderstehlichen Gangsterparodie warben die Schauspieler Irm Schulze, Niyazi Hastan (beide vom "Theater der Erinnerungen"), sowie Laura Parker und Sabine Hartmann als "Konfetti-Bande" bei jungen Berlinern um Aufmerksamkeit für die Kampagne. Stilecht im lässigen Schick der 20-er Jahre und mit (flyer-gefüllten) Geigenkästen unterm Arm fuhren sie mit einem legendären Gangster-Citroen 11CV von der Berliner "Classicdepot Oldtimervermietung GmbH" nachts an einigen der beliebtesten und belebtesten Treffpunkten der Clubszene in Kreuzberg und im Prenzlauer Berg vor und stießen auf stellenweise sehr großes Interesse der Jugendlichen.
Die Kampagne "Konfetti im Kopf" hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Teile der Bevölkerung für das Thema Demenz und die Bedürfnisse der dadurch direkt oder indirekt betroffenen Menschen zu sensibilisieren.
Ständige Aktionen
Ab dem Startschuss am Freitag, den 23. Oktober, und über den gesamten Zeitraum der Kampagne werden mehrere dauerhafte Aktionen das Berliner Stadtbild mit bunten Konfettigedanken bereichern.
Ein zum mobilen Ausstellungsraum umfunktionierter Wohnwagen kommt während der Ausstellungsdauer an täglich wechselnden, belebten Orten Berlins zum Einsatz. Im Inneren der Wohnwagen-Galerie hängen Dutzende von Michael Hagedorns Bildern der Kampagne dicht an dicht. Bei Kaffee & Kuchen können sich Besucher aufwärmen und über "Konfetti im Kopf" informieren.



