Unterstützung für pflegende Angehörige
Viele Menschen mit Demenz werden zuhause von ihrer Familie betreut. Für die pflegenden Angehörigen, meist sind es Töchter, Schwiegertöchter oder Ehepartner, ist das eine große tägliche Belastung. Sie müssen rund um die Uhr präsent sein, am Tag, oft auch nachts Betreuung und Hilfe leisten, Aufmerksamkeit und Zuwendung geben. Das ist allein auf Dauer nicht zu bewältigen.
Es gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Hier finden Sie die wichtigsten Möglichkeiten aufgelistet.
Beratungsstellen - zu Ihren Fragen rund um Demenz
Hier finden Sie Fachleute, die Ihre Fragen zur Demenz beantworten, mit denen Sie außerdem rechtliche, versicherungstechnische und finanzielle Fragen klären können. Im Gespräch werden Sie über passende Unterstützungsangebote informiert.
Angehörigengruppen - persönlicher Erfahrungsaustausch entlastet
Sie können sich mit anderen pflegenden Angehörigen austauschen, sich Rat und Anregungen holen, aber auch Ihre Sorgen und Ängste offen aussprechen.
Betreuungsgruppen - Entlastung für einige Stunden
Ein bis zwei Mal die Woche werden hier Menschen mit Demenz für einige Stunden betreut, damit die Angehörigen einmal durchatmen können.
Ambulante Hilfe - Unterstützung, die ins Haus kommt
Ambulante Pflegedienste kommen ins Haus und unterstützen Menschen mit Demenz im Haushalt, bei der Körperpflege, beim Essen und leisten bei Bedarf auch Aufgaben der Krankenpflege.
Tagespflege - tagsüber betreut, am Abend wieder zuhause
Tagespflegeeinrichtungen betreuen Ihren Angehörigen den ganzen Tag, auf Wunsch mehrmals in der Woche, auch am Wochenende und feiertags. Er wird betreut und in Alltagskompetenzen gefördert. Abends oder auch am Wochenende übernehmen Sie dann wieder.
Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege
Bis zu 28 Tage im Jahr wird Ihr Angehöriger ambulant oder stationär betreut, wenn Sie als pflegende Angehörige zum Beispiel krank sind oder endlich einmal Urlaub machen wollen, um die Batterien wieder aufzuladen.
Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz
In Wohngemeinschaften leben in der Regel sechs bis acht Menschen als Mieter in einer eigenen Wohnung selbstbestimmt zusammen. Sie werden von einem selbst gewählten ambulanten Pflegedienst rund um die Uhr betreut.
Betreuter Urlaub - gemeinsamer Tapetenwechsel tut gut
Gemeinsam neue Erfahrungen machen verbindet! Inzwischen gibt es immer mehr Urlaubsangebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zugeschnitten sind.
